Sturmseen und Wind können die Fahrt eines Schiffes erheblich verlangsamen und den Brennstoffverbrauch in die Höhe treiben. Ein Schlechtwettergebiet zu durchfahren bedeutet stunden-, wenn nicht tagelanges Andampfen gegen Wind und Wellen. Das kann den Brennstoffverbrauch um bis zu 50 Prozent erhöhen.
Auch der Kapitän eines Schiffes hat natürlich keinen Einfluss auf das Wetter. Die Schiffsführung kann aber Vermeidungsstrategien verfolgen, indem sie das Schlechtwettergebiet großräumig umfährt oder die Geschwindigkeit so einrichtet, dass das Schiff das voraussichtliche Gefahrengebiet vor oder erst nach der Schlechtwetterphase erreicht.
Das Weather-Routing-Programme „Bon Voyage“ unterstützt diese Strategien. Die Software analysiert regionale Wettervorhersagen sowie maritime Daten und erstellt ein Gesamtbild der Lage auf der vorgesehenen Fahrtroute. Vor diesem Hintergrund trifft die Schiffsführung dann ihre Entscheidung über den Kurs und die Geschwindigkeit.
Beim Weather Routing treffen sich Sicherheit und Ökologie. Die Auswertung der exzellenten meteorologischen und maritimen Daten trägt damit nicht nur zur Sicherheit des Schiffes bei, sondern auch zur Verminderung der Treibhausgasemissionen. Daher wird dieses System mit großem Zuspruch der Schiffsführung auf allen Schiffen der Hamburg Süd eingesetzt.