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Steigende Brennstoffpreise: neues Preismodell für kalkulierbare Preise bei der Hamburg Süd
Zum 1. Januar 2020 greift eine neue Richtlinie der International Maritime Organization (IMO) zu Schwefeldioxid-Emissionen in der Seeschifffahrt. Dadurch soll der schädliche Ausstoß der weltweit rund 50.000 Handelsschiffe um mehr als 80 Prozent sinken. Ein unumstritten guter und wichtiger Schritt für die Umwelt, dessen Umsetzung allerdings erhebliche Mehrkosten zur Folge hat. In Vorbereitung darauf passt die Hamburg Süd ab Januar 2019 ihren „Bunker Adjustment Factor“ (BAF) an, der Kunden eine höhere Vorhersehbarkeit der Bunkerkosten ermöglicht.

Wenn es darum geht, die Vorgaben der IMO zum Schwefeldioxid-Ausstoß zu erfüllen, stehen drei technische Möglichkeiten zur Verfügung:

  • der Umstieg auf schwefelärmeren Brennstoff mit einem Schwefelanteil von maximal 0,5 Prozent anstelle des derzeit eingesetzten Brennstoffs mit einem Schwefelanteil von maximal 3,5 Prozent
  • die Nachrüstung der Schiffe mit einer Scrubber-Technologie, die die Schiffsabgase reinigt oder
  • die Nutzung von „Liquefied Natural Gas“ (LNG)

Alle drei Varianten sind mit erheblichen Kosten verbunden. Branchenexperten rechnen für die Containerschifffahrtsindustrie mit Mehrkosten von bis zu 30 Milliarden US-Dollar, wobei der Einbau der LNG-Technologie in der Regel nur bei Neubauten sinnvoll und die Umbaukapazität für die Scrubber-Technologie derzeit nicht ausreichend ist. Die Hamburg Süd wird daher im Wesentlichen mit der Umstellung auf schwefelärmeren Brennstoff auf die neuen Richtlinien reagieren.

Bereits jetzt ist absehbar, dass die Preise für den dann benötigten Brennstoff aufgrund der hohen Nachfrage ab Januar 2020 deutlich steigen und sich gegebenenfalls sogar verdoppeln werden. Dies wird zu Mehrkosten führen, die nicht durch die Carrier getragen werden können. Die Hamburg Süd arbeitet daher künftig mit einem angepassten „Bunker Adjustment Factor“, der ab Januar 2019 gilt. Ein wesentlicher Vorteil für Kunden: Die anfallenden Brennstoffkosten werden als einzelner durchlaufender Posten transparent aufgeführt. Diese Methodik ermöglicht es Kunden, nachzuvollziehen und zu berechnen, wie sich veränderte Bunkerkosten auf die gesamten Frachtkosten auswirken, so dass sie ihre Supply Chain optimal planen können.

Sie haben Fragen oder wünschen sich weitere Informationen zum Thema IMO 2020 oder zum künftigen Preismodell bei der Hamburg Süd? Bitte sprechen Sie Ihre lokalen Hamburg Süd-Ansprechpartner an.